Moderater Reallohnzuwachs für Beschäftigte in 2023

Laut einer aktuellen Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung werden die Tariflöhne im Jahr 2023 nominal um durchschnittlich 5,6 Prozent steigen.

Berücksichtigt man die derzeit hohe Inflationsrate von über 7 Prozent, bedeutet dies einen moderaten Reallohnzuwachs für die Beschäftigten. In vielen Branchen wurden in den Tarifverhandlungen zudem steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämien zwischen 1.000 und 3.000 Euro vereinbart. Diese sorgen dafür, dass die effektiven Einkommenszuwächse für die Beschäftigten teilweise deutlich über der nominellen Tarifsteigerung liegen.

Laut den WSI-Experten ist für die zweite Jahreshälfte mit einem Rückgang der Inflationsrate zu rechnen. Dies würde die reale Kaufkraft der Tariflöhne stärken. Die Gewerkschaften streben weitere Abschlüsse an, um die Kaufkraft der Beschäftigten zu erhalten. Entscheidend wird sein, dass die Tariflohndynamik aufrecht erhalten wird.

Trotz der moderaten Reallohnentwicklung in 2023 konnte mit den Tarifabschlüssen ein stärkerer Kaufkraftverlust für Millionen Beschäftigte verhindert werden. Den Gewerkschaften kommt hier eine wichtige Rolle zu.

Quelle: www.boeckler.de

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